Möbel smart aufbauen

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Fotolia 50434804 XS Schrank

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Also ganz ehrlich: Manchmal sind die Montageanleitungen von SB-Artikeln aus dem Einrichtungshaus mehr als dürftig und mitunter sogar richtig verwirrend. Auf jeden Fall kann es nicht schaden, ein paar grundsätzliche Dinge zum Aufbau und zur Montage von Möbeln zu berücksichtigen. So vermeidet ihr, dass der Lustkauf im Einrichtungshaus zum Frusterlebnis in den eigenen vier Wänden wird.

Vorbereitungen

Arbeitet sorgfältig und vorausschauend. Öffnet verpackte Möbelteile nach Möglichkeit so, dass der Karton dabei auf dem Boden liegt. Am besten stellt ihr dann erst einmal alle Teile sortiert an die Wand. So könnt ihr gut prüfen, ob alle Teile und Schrauben usw. vorhanden sind. Kontrolliert am besten auch bereits vor der Montage, wie Kabel verlaufen sollen, HiFi-Geräte positioniert werden sollen, welche Steckdosen für den täglichen Gebrauch benötigt werden und baut euch keine Stolperfallen.

Möbel fixieren

Um eine Veletzungsgefahr durch kippende Möbel auszuschließen und um Beschädigungen des neuen Möbelstücks zu vermeiden, solltet ihr gerade Kleinmöbel, wie z.B. Schuhschrank, Kommode etc. am besten fest mit dem Mauerwerk verbinden. Das sind dann zwar ein paar Arbeitsschritte mehr - aber sicher ist sicher. Und absolut unverzichtbar in Kinderzimmern!

Bohren von Dübellöchern

Bevor ihr mit dem Bohrer loslegt, gilt es unbedingt die Wand mit einem Leitungssucher nach Wasser- und Stromleitungen abzusuchen. Die Wahl der Bohrmaschine richtet sich dabei nach dem Material in welches man bohren möchte. Bei normalem Mauerwerk ist das die Schlagbohrmaschine, bei einer Gipswand reicht dagegen ein Akkubohrer. Und wie sieht es mit dem richtigen Verhältnis von Dübel zu Schraube aus? Also, wenn man möchte, dass die ganze Sache richtig gut hält sind genau genommen 5 Faktoren entscheidend: Die richtige Bohrtiefe, der Durchmesser des Bohrlochs, der richtige Dübel, die dazu passende Schraube und natürlich das Material der Wand. Hier gibt es im Internet auch entsprechende Tabellen, z.B. bei www.derselbermacher.de.

Achtung: Bei Gipskartonwänden sind für die Befestigung von Regalen, Lampen aber auch größeren Bilderrahmen, Spezialdübel notwendig!

Unterlegmaterial verwenden

Mit bloßem Auge kaum erkennbar, aber wahr: Nur die wenigsten Fußböden sind vollständig eben. Daher solltet ihr beim Aufbau von Möbeln immer Unterlegmaterial bereit halten – z.B. Hartfaserplatten – damit ihr Unebenheiten ausgleichen und die zu montierenden Teile in die Waage stellen könnt.

Fachkenntnisse erforderlich

Bei größeren Möbeln, insbesondere auch bei der Küchenmontage, solltet ihr eure Heimwerkerfähigkeiten ernsthaft und ehrlich hinterfragen und einen Liefer- und Montageservice in Betracht ziehen. Möchte man hierfür nicht die Leistungen des Einrichtungshauses in Anspruch nehmen (ist gerade bei Gebrauchtmöbeln auch nicht möglich) so kann man einen geeigneten Handwerker in Kleinanzeigen recherchieren oder auch - unter der Rubrik Stellenangebote - die gewünschte Werkleistung selbst inserieren.

 

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