Lebensmittelkauf - Last oder Lust?

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Ob der Großeinkauf samstags für die folgende Woche oder die kleinen Einkäufe zwischendrin: Lebensmittel einkaufen ist unumgänglich und betrifft jeden – zumindest solange man nicht Superstar ist oder eine Haushälterin beschäftigt. Darum stellen wir uns in diesem Beitrag die Frage: Auf was sollte man beim Lebensmitteleinkauf unbedingt achten? 

  1. Was zu viel ist, ist zu viel
    Gekauft wird nur was gebraucht wird! Dieser Grundsatz sollte bei jedem Einkauf berherzigt werden. Denn viel zu viele Lebensmittel landen Tag für Tag in der Mülltonne. Nach aktuellen Studien wirft jeder Deutsche pro Jahr über 80 Kilo Lebensmittel weg. Das ist echt heftig – oder, was meint ihr? Hier ein kleiner Tipp zur Vermeidung von Lustkäufen beim Lebensmitteleinkauf: Nicht hungrig einkaufen gehen! Wer schon mit großem Appetit den Supermarkt betritt, kauft eindeutig mehr und auch ungesünder. Am besten man hält sich – weitestgehend – an einen zuvor geschriebenen Einkaufszettel.

  2. Auf Frische achten
    Wer möchte schon halb vergammelte Lebensmittel kaufen – keiner. Das Problem ist nur: Bei manchen Produkten ist es gar nicht so einfach zu erkennen, wie frisch sie sind. Denkt an in Plastikfolie gepressten Salat. Auch wenn hier Frischemängel nicht gesundheitlich bedenklich sind, ist der Vitamingehalt natürlich gleich Null. Vom Erscheinungsbild – schließlich ist das Auge doch mit – ganz zu schweigen. Achtet beim Salat am besten auf den Struck: Ist die Schnittstelle schon richtig braun, so liegt er bestimmt schon ein paar Tage lang im Gemüseregal. Im Übrigen gilt bei allen Obst- und Gemüsesorten: Auf feste Konsistenz achten und auf frische nicht ausgetrocknete Stiele /Stängel. Frisches Fleisch lässt sich optisch eigentlich leicht ausmachen. Achtet also an der Fleischtheke drauf, welches Stück für euch eingepackt wird. Wirkt das Fleisch glasig, grau und weist eventuell noch ausgetrocknete Ränder auf, solltet ihr Einspruch erheben. Ein solches Gammelstück kommt bei euch nicht in die Tüte bzw. Pfanne.

  3. Einkaufen mit Kindern leicht gemacht
    Ein schwieriges Unterfangen kann auch das Einkaufen mit Kindern darstellen. Zum einen verschwinden sie manchmal spurlos in den Gängen oder – das wohl gefürchtetste Übel – man bekommt Sie nicht an Spiel- oder Süßigkeitenregalen vorbei. Nicht ohne Mordsterror zu riskieren....Auch hier gibt es ein paar Tipps und Tricks, wie ihr einen Einkauf mit Kindern möglichst angenehm für beide Seiten gestalten könnt. Überlegt am besten vorab, inwieweit ihr die Kleinen mit zum Großeinkauf schleppen müsst oder ob nicht Oma und Opa gerne mal in diesem Zeitraum auf den Nachwuchs aufpassen wollen. Habt ihr keine Betreuungsmöglichkeit, hilft es vorher klare Regeln festzusetzten. Schreibt einen Einkaufszettel gemeinsam mit euren Kids, somit kann vorher geregelt werden, was in den Einkaufwagen wandern soll. So baut ihr im günstigen Fall schon mal eine Art Hemmschwelle gegen unnötige Diskussionen vor den Regalen auf. Zugegeben – die Hardliner wird das nicht unbedingt beeindrucken. Gebt euren Sie Kindern jedenfalls klare Gründe, warum sie etwas nicht haben können. Zusätzlich kann es helfen den Kindern Aufgaben beim Einkaufen zu geben, also sie beispielsweise einige Zutaten suchen und bringen zu lassen. Probiert es einfach mal aus...

  4. Lebensmittel mit Tücken: Gefährliche Inhaltsstoffe
    Die Tücke beim Lebensmitteleinkauf: Was enthält das Produkt, das ich kaufe, eigentlich? Eine Frage die sich bestimmt immer noch viel zu wenige Menschen wirklich stellen. Die Bequemlichkeit siegt meist und aus diesem Grund wird dem vertraut, was der Anbieter des Produkts behauptet. Seit dem 13. Dezember 2014 ist zwar eine EU-Verordnung, die Pflichtangaben auf Lebensmitteln verlangt, in Kraft getreten. Ziel dieser Verordnung sind in erster Linie Allergiekennzeichnungen oder die Kennzeichnung von Lebensmittel-Imitaten umzusetzen. Zudem werden Nährwertangaben – zumindest für verpackte Lebensmittel- verpflichtend. Damit müssen Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Salz und Eiweiß gekennzeichnet sein. Über Allergene ist auch bei loser Ware zu informieren. So muss an Bedientheken ein Schild auf bestehende Informationsmöglichkeiten hinweisen.

    Fraglich ist jedoch, wer sich die Etiketten eines Produktes wirklich aufmerksam durchliest – trotz der verpflichtenden Mindestschriftgrößen. Und die von Verbraucherverbänden geforderte verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung ist bislang nicht vorgesehen. Damit könnten die Verbraucher wirklich auf einen Blick erkennen, wie hoch der Gehalt an Fett, Zucker und Salz ist – also Stoffe, die sich, je nach individueller Konstitution, in einer gewissen Konzentration wirklich gesundheitsgefährdend auswirken können. Eigentlich schade...

 

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