Wände streichen selbst gemacht

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@Robert Kneschke

Wir verraten euch ein paar Tipps und Tricks, wie ihr eure Wände zum Strahlen bringt. Ganz egal, ob klassisch weiß oder mit etwas Farbe.

Zunächst solltet ihr erst einmal die Farbfrage klären. Zum einen verändert der Einsatz von getönten Wandfarben natürlich optisch sehr viel. Zum anderen gibt es aber auch ganz interessante Erkenntnisse aus der Psychologie, wie Farben auf unsere Stimmung und unser Wohlbefinden Einfluss nehmen können.

Bleiben wir zunächst einmal bei der Optik: Helle und kühle Farben, wie z.B. Hellblau, lassen Wohnräume großzügiger erscheinen. Ein warmer und heller Farbton wie Gelb oder Apricot, kann fehlendes Sonnenlicht ersetzen. Dunklere Farbtöne sollten in jedem Fall nur verwendet werden, wenn ein Raum eine gewisse Größe hat und es vielleicht sogar erwünscht ist, den Raum optisch zu verkleinern, damit er etwas gemütlicher wirkt. Das erreicht man dann am besten mit warmen, kräftigen Tönen, wie ein warmes Braun oder ein dunkles Rot.

Der Deckenanstrich sollte nach Möglichkeit weiß bleiben, da eine bunte Decke die Raumhöhe optisch erheblich reduziert. Gefühlt fällt einem dann die Decke auf den Kopf.

So und jetzt noch ein paar Worte zur Farbwirkung auf der psychischen Ebene. Beginnen wir mit der Farbe Rot: regt an, wirkt stimulierend, verursacht aber auch Unruhezustände. Orange: Weckt die Arbeitsfreude und vertreibt Depressionen. Achtung: Wirkt auch appetitsanregend – also könnte problematisch werden, für diejenigen, die mit Gewichtproblemen kämpfen. Mit der Farbe Gelb kann man nichts verkehrt machen: wirkt aufmunternd, stärkt Nerven und Intellekt und hilft bei Mutlosigkeit. Und – wer hätte das gedacht: Hilft auch bei Geiz! Blau dämpft Aufgeregtheit und hilft bei Unruhezuständen kann aber bei melancholisch oder depressiv veranlagten Menschen Verstimmungen vertiefen. Grün wirkt natürlich, beruhigt und harmonisiert. In Räumen vermittelt Grün Ruhe und Kreativität - also ideal für Arbeits- und Büroräume. Braun wirkt in Räumen rustikal, aber auch beruhigend und natürlich. Es vermittelt Geborgenheit und Sicherheit. Rosa ist die ideale Farbe für Schlafräume: Wirkt beruhigend, baut Aggressionen ab, aber ist wahrscheinlich trotzdem nicht jedermanns Sache um sich rund herum wohl zu fühlen....Also man darf es auch nicht übertreiben mit der Farbpsychologie. Eines ist allerdings noch interessant in diesem Zusammenhang: In einem blau gestrichenem Zimmer friert man sehr viel schneller als in einem orange oder rot getünchtem Raum. Also, eventuell solltet ihr mal auf andere Farben setzen, wenn die Heizkostenabrechnung mal wieder viel zu hoch ausgefallen ist...

So jetzt geht´s aber endlich los: Ihr habt die Farbfrage geklärt und könnt mit den Vorarbeiten beginnen. Wenn möglich räumt ihr am besten leichtere Möbelstücke aus dem Zimmer – Alles andere, was im Zimmer verbleiben muss, deckt ihr sorgfältig mit Malerfolie ab. Auch den Fußboden müsst ihr komplett mit Folie auslegen. Fußbodenleisten, Fenster und Türen klebt ihr am besten mit Kreppband ab. Erledigt diese Arbeiten mit größter Sorgfalt, denn, was nützt es euch, wenn ihr zwar die Kosten für Malerarbeiten spart, aber nach eurer Do-it-yourself-Aktion ein neuer Fußboden oder neue Fenster fällig sind, weil die Farbe dort unbeabsichtigter Weise gelandet ist.

Bevor ihr nun wirklich mit dem Streichen beginnt, achtet darauf, dass die Wände gründlich gereinigt sind. Denn Staub oder Spinnweben haben - spätestens jetzt - nichts an den Wänden verloren. Dübellöcher in der Wand oder sonstige kleine Schadstellen bitte unbedingt vorher mit Spachtelmasse ausfüllen und mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Wie sieht es mit Dulux fester Farbe aus? Manche behaupten, gerade für Anfänger sei Farbe dieser Konsistenz besonders gut geeignet. Meine eigene Erfahrung: Für kleine Räume und Decken ist feste Farbe ganz gut verwendbar. Ab einer gewissen Größe der Fläche geht die Farbe dann aber echt ins Geld und außerdem ist es keinesfalls so, dass ihr euch damit das Abdecken sparen könnt. Denn ohne Kleckern geht es auch mit dieser Art von Farbe nicht ab. Und letztlich hat es sicher seinen Grund, dass die Profis mit Alpina Weiß arbeiten. Daher beziehen sich unsere nun folgenden Tipps auf das Arbeiten mit Flüssigfarbe:

  1.  Farbe anmischen und das gewählte Mischungsverhältnis beibehalten.
  2.  Untergrundbehandlung: Bei Rauhfasertapete ist keine Vorbehandlung nötig, bei Putz hingegen muss eine spezielle Grundierung aufgebracht werden.
  3.  Beginnen solltet ihr immer mit der Decke – andernfalls ist die Gefahr groß, beim Deckenanstrich die schon bearbeiteten Wände zu bekleckern.
  4.  Die Kanten solltet ihr mit einem Flachpinsel behandeln.
  5.  Nie die Farbe nach dem Eintauchen in den Eimer gleich auf die Wand streichen. Ihr müsst ein Abstreifgitter benutzen, sonst kann der Farbauftrag nicht gleichmäßig werden.
  6.  Bei großen Wandflächen kann auch eine Teleskopstange zum Einsatz kommen.

Letztlich solltet ihr aber immer – gerade bei großflächigen Umgestaltungen überlegen, ob ihr nicht erst einmal ein Angebot von einem Fachbetrieb einholen solltet, bevor ihr selbst Hand anlegt. Denn Streichen erfordert in jedem Fall viel Zeit, viel Sorgfalt und setzt nicht selten handwerkliche und technische Fachkenntnisse voraus.

 

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